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Seelsorge im Hafen
»Bei uns muss man wetterfest sein«

Diakonin Christel Zeidler versorgt die Binnenschiffer im Hamburger Hafen mit Äpfeln, Zeitungen und Gesprächen.
von Constanze Bandowski vom 26.10.2022
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Konfession spielt keine Rolle: Das Team der Flussschifferkirche ist für alle da (Foto: PA/DPA/Markus Scholz)
Konfession spielt keine Rolle: Das Team der Flussschifferkirche ist für alle da (Foto: PA/DPA/Markus Scholz)

Die Kirche muss dort hingehen, wo die Menschen sind. Das hat der Theologe Johann Hinrich Wichern gesagt. Und genau das tun wir mit unserer Binnenschifferseelsorge im Hamburger Hafen: Wir besuchen Menschen auf Binnenschiffen, bringen ihnen Äpfel, Schokolade, verschiedensprachige Tageszeitungen und reden mit ihnen. Alle freuen sich, wenn wir kommen. Ich mache das schon mehr als zehn Jahre. Bisher habe ich nur vier Mal erlebt, dass wir nicht anlegen durften. Den Binnenschiffern geht es schlecht. Alles ist auf die großen Pötte und Kreuzfahrtschiffe ausgerichtet. Die Flusskähne müssen weit außerhalb anlegen. Dort gibt es teilweise kein Internet und keine öffentlichen Verkehrsmittel. Es kommt schon mal vor, dass wir einen Kranken zu unserer Flussschifferkirche am Baumwall bringen. Von dort kann er die U-Bahn nehmen. Oder wir bringen jemandem Medikamente mit.

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