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Publik-Forum, Heft 20/2022
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Der letzte Brief

Vom Ende der Illusion, dass die Welt ein verlässlicher Ort ist

von Birgit-Sara Fabianek vom 21.10.2022
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(Foto: istockphoto/clu)
(Foto: istockphoto/clu)

Krimi. Als der Icherzähler des Romans ein Kind war, wirkte der Polizist Sven auf ihn stets unerschütterlich. »Es war die Welt, die in seiner Nähe spürbar wurde, die Illusion, die in den Bereich des Möglichen rückte, über uns, (...) die Menschen und das Leben, die so starke Anziehungskraft auf uns ausübte. Dass die Welt ein verlässlicher und sicherer Ort war.«

Dieser Artikel stammt aus Publik-Forum 20/2022 vom 21.10.2022, Seite 54
Neue Helden?
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Das schwierige Verhältnis der Deutschen zur Bundeswehr

Diese sichere Welt zerbricht, als im Februar 1986 nicht nur der schwedische Ministerpräsident Olof Palme ermordet wird, sondern am selben Tag auf dem Provinzrevier von Halmstad ein Unbekannter anruft, der behauptet, eine Frau vergewaltigt zu haben – und versichert: »Ich werde es wieder tun.« Später wird die Kellnerin Stina tot aufgefunden, eine weitere Frau verschwindet, eine dritte wird schwer verletzt. Dann bricht die Serie ab.

Für den Polizisten Sven Jörgensson wird es zum einzigen Lebensziel, die Wahrheit herauszufinden und den unbekannten Vergewaltiger und Mörder zur Rechenschaft zu ziehen. Doch aus dem Wunsch nach Gerechtigkeit werden Selbstgerechtigkeit und Hybris – bis er eine fatale Entscheidung trifft.

Der Autor Christoffer Carlsson, ein Kriminologe, bricht mit den Erwartungen an einen Schwedenkrimi: Es fließt weder viel Blut, noch wird originell getötet. Stattdessen legt er den Schwerpunkt auf komplexe Charaktere, eleganten Stil und raffinierte Spannungsbögen. Seine Figuren verrennen sich auf der Jagd nach Wahrheit und verstricken sich in ihren Idealen. Der fesselnde Roman erzählt, wie wichtig es ist, nicht nur den eigenen Blick auf die Welt gelten zu lassen. Und dass der Wunsch nach Sicherheit riskant sein kann.

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