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Erdbeben
UN warnt vor Hungersnot in Afghanistan

Die verheerenden Erdbeben verschlimmern die humanitäre Krise im Land.
vom 17.10.2023
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Auf das Beben folgen Hunger und Kälte: Menschen, die ihr Zuhause verloren haben, in einem Zeltlager in Herat, Afghanistan. (Foto: PA/EPA/SAMIULLAH POPAL)
Auf das Beben folgen Hunger und Kälte: Menschen, die ihr Zuhause verloren haben, in einem Zeltlager in Herat, Afghanistan. (Foto: PA/EPA/SAMIULLAH POPAL)

Angesichts der schweren Erdbebenserie mit Tausenden Toten und deutlich gesunkener Hilfsmittel warnt das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen (WFP) vor einer Hungersnot in Afghanistan. »Die Lage ist ziemlich hoffnungslos«, sagte John Aylieff, der WFP-Regionaldirektor für Asien und den Pazifik. Das WFP habe für Afghanistan 80 Prozent weniger Geld zur Verfügung als im vergangenen Jahr, die verfügbaren Mittel seien von 1,6 Milliarden auf 340 Millionen US-Dollar gesunken. »15 Millionen Menschen in Afghanistan leiden aktuell Hunger. Wegen fehlender Finanzierung mussten wir zehn Millionen Menschen die Hilfe streichen«, sagte Aylieff. Der UN-Vertreter forderte die internationale Staatengemeinschaft auf, ihre Unterstützung für Afghanistan zu erhöhen. »Auch wenn die Taliban viele hochproblematische Entscheidungen treffen, muss Humanität an erster Stelle stehen«, sagte er. Manche Bergdörfer seien im Winter über Monate von der Außenwelt abgeschnitten. Allein für die Erdbebenregion sei damit zu rechnen, dass in den kommenden Monaten bis zu 100 000 Menschen Hilfe bräuchten. Neben Nahrungsmitteln gebe es großen Bedarf an medizinischer Versorgung und Unterkünften.

Dieser Artikel stammt aus Publik-Forum 20/2023 vom 20.10.2023, Seite 33
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