Leserbrief
Sinnvolle Sanktionen?
Zu: »Sanktionen gegen Syrien aufheben?« (18/2024, Seite 8-9)
Mich wundert überhaupt nicht, das Frau Scheller von der Heinrich-Böll-Stiftung Syrien weiter sanktionieren will – obwohl alle wissen, dass damit meistens nur die Ärmsten in den betreffenden Ländern getroffen werden. Die Heinrich-Böll-Stiftung trägt ihren Namen inzwischen ohne Legitimation, denn Heinrich Böll wäre der erste Kritiker ihres Kurses. Fragen Sie doch mal Frau Scheller, ob man Israel für die unbeirrte Verfolgung seines Eskalationskurses sanktionieren soll. Ein feuriges Nein wird sie Ihnen entgegenschleudern. Susanne Roehter, www.publik-forum.de
Vielen Dank an Bente Scheller für die kurze und präzise Richtigstellung in Sachen Sanktionen gegen das Assad-Regime in Damaskus! Was Karin Uckrow hier schreibt, ist ja erschreckend faktenfrei. Die Sanktionen richten sich zum einen gezielt gegen eine ganze Reihe einzelner Personen aus dem Regime, die im Zusammenhang mit Menschenrechtsverletzungen in Syrien stehen. Die Sanktionen aufzuheben bedeutet, dass die Schergen eines Regimes, das Mord und Folter in einem industriellen Maßstab begeht, an ihre Vermögenswerte kommen und ganz in Ruhe bei Harrods in London wieder ihre Kreditkarte durchziehen können. Wem in Syrien ist damit geholfen? Jens-Martin Rohde, www.publik-forum.de
Ich bin für die Aufhebung der Sanktionen gegen Syrien. Wo immer Sanktionen gegen ein Land – nicht gegen einzelne Personen! – durchgesetzt werden, trifft es nur die ganz normale Bevölkerung. Das war schon im Irak unter Saddam Hussein so, trifft auch auf Kuba zu. Armut und Perspektivlosigkeit führen höchstens zu Flüchtlingen. Und die wollen wir dann aber auch nicht haben. Irmgard Winkelnkeper, www.publik-forum.de
