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Wüstenerfahrungen

von Gerhard Feige vom 06.11.2020
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Im Buch Deuteronomium (8,2f.) erinnert Mose sein Volk, nicht zu vergessen, dass Gott es »während der vierzig Jahre in der Wüste geführt hat, um (es) … zu prüfen«, durch »Hunger«, aber auch durch die wunderbare Speisung mit dem »Manna«, der Versorgung mit dem Nötigsten. Gott wollte erkennen, was im Herzen seines Volkes ist und ob es ihm wirklich vertraut. Das hieß für die Betroffenen zeitweise, Mangel zu ertragen oder nur »von der Hand in den Mund« zu leben. Und wir? »Manche Katholiken reagierten schon aggressiv, als sie – coronabedingt – einige Wochen nicht zur Kommunion gehen konnten. Sollte die Kraft der eucharistischen Speise, die sie zuvor regelmäßig empfangen hatten, nicht weiterwirken und über eine Durststrecke hinwegtragen? Müssen bestimmte Frömmigkeitsformen ständig praktiziert werden, damit jemand nicht religiös verkümmert?

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