Reise von Olaf Scholz nach China
Wandel durch Nichthandel
»Wandel durch Handel» war lange das Mantra deutscher Außenpolitik. Das Kalkül: Auch die autoritären Regime in Russland und China wären so scharf darauf, ihre Rohstoffe und Billigprodukte nach Westen zu exportieren und westliche Luxusgüter einzuführen, dass sie keine Lust hätten, den Frieden zu stören und sich langfristig vielleicht sogar westlichen Regierungsformen von Freiheit und Demokratie annähern würden. Das katastrophale Ergebnis lässt sich derzeit in den zerbombten ukrainischen Städten beobachten. Handel gab es viel, Wandel zum Guten nicht. Nicht nur hat Russland, bestärkt von Milliarden aus Deutschland für Öl und Gas, die Ukraine überfallen. In China, wo VW ein Viertel seiner Autos verkauft, gibt sich Alleinherrscher Xi Jinping aggressiv wie nie. Was das für den Weltfrieden bedeutet, hat der Präsident des Verfassungsschutzes jüngst so zusammengefasst: »Russland ist der Sturm, China ist der Klimawandel.«
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