Ausstellung
Hutterer: Nicht ganz von dieser Welt
Ausstellung. Im Gegensatz zu den Amish, die moderne Technik ablehnen, setzt die Glaubensgemeinschaft der Hutterer diese in der Landwirtschaft ein. Dadurch sind sie sehr wohlhabend. Die Hutterer, pazifistische Täufer, deren Wurzeln bis ins 16. Jahrhundert zurückgehen, leben mit mehr als 45 000 Mitgliedern in zahlreichen Kolonien im Westen Kanadas und im Nordwesten der USA. Trotz ihrer Verfolgungsgeschichte sind sie eines der erfolgreichsten Modelle für gemeinschaftliches Leben in der modernen Geschichte. Hutterer sind ihr ganzes Leben lang versorgt und erleben in der Regel weniger Einsamkeit und Isolation als heutzutage üblich. Dem Engagement in der Familie, dem sozialen Leben und der Spiritualität messen sie große Bedeutung bei. Ihre Kolonien halten sie klein, in der Regel unter 200 Personen, um starke soziale Verbindungen aufrechtzuerhalten. Ihre Kultur wird oft romantisiert oder als rückständig verunglimpft. In Wirklichkeit ist ihre Gesellschaft sehr komplex. Jede Kolonie entscheidet für sich, wie stark sie an ihren Traditionen festhält und wie stark sie sich an die zunehmend vernetzte Außenwelt anpasst.
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