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Leserbrief
Faire Rentenversicherung

vom 06.11.2023
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Zu: »Die anderen machen es besser« (19/2023, Seite 28-29)

Dass das Rentensystem krankt, liegt nicht zuletzt daran, dass in Deutschland ganze Berufsgruppen systematisch von der gesetzlichen Rentenversicherung ferngehalten werden. Juristen mit Anwaltszulassung etwa werden in ein »Versorgungswerk« gezwungen, selbst wenn sie nur Angestellte sind. Da diese das Blaue vom Himmel versprechen, lassen sich gutverdienende Juristen in Rechtsabteilungen, die überhaupt nicht anwaltlich tätig sind, meist als Anwalt zu, um in diese Drückeberger-Rentenversicherung zu kommen. Und als vor einigen Jahren das Bundessozialgericht diesem Missstand ein Ende bereiten wollte, haben sämtliche Fraktionen im Bundestag im Höchsttempo ein Gesetz durchgewunken, um den alten Zustand wieder herzustellen. Reiner Neises, Karlsruhe

Dieser Artikel stammt aus Publik-Forum 21/2023 vom 03.11.2023, Seite 62
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Wieder einmal gibt Wolfgang Kessler einen verständlichen Überblick zur Rentenfinanzierung. Sehr erstaunt bin ich aber, dass gerade er den schwedischen Anlagefonds AP 7 vollkommen unkritisch, quasi als Vorbild, erwähnt. AP 7 investiert in Wirtschaftssektoren, auf denen ein nachhaltiges deutsches Rentensystem gerade nicht fußen sollte: 11,8 Prozent Gesundheitswirtschaft, 16,7 Prozent Finanzen und Immobilien, 22,6 Prozent IT, darunter zum Beispiel auch Amazon, Apple, Exxon Mobil und Microsoft. Besonders mit der Gesundheit sollte gar kein Geschäft gemacht werden. Davon spricht Kessler doch auch in seinen Büchern und Vorträgen. Joachim Kloth, Neustadt

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