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Kolumne
Wir brauchen das Schweinchen

Wie viel Zeit ihre Kinder vor dem Bildschirm verbringen, verschweigt unsere Kolumnistin Anne Lemhöfer lieber. Doch muss man sich wirklich dafür schämen, wenn Peppa Pig den Eltern beim Durchatmen hilft?
vom 05.11.2023
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Lebensretterin: Die britische Zeichentrickfigur Peppa Pig. (Foto: istockphoto/CTRPhotos)
Lebensretterin: Die britische Zeichentrickfigur Peppa Pig. (Foto: istockphoto/CTRPhotos)

Jede Familie hat ihre Geheimnisse. Überall gibt es unschöne Wahrheiten, die schnell unter den Teppich gekehrt werden, wenn jemand zu Besuch kommt, und sei es nur die Heizungsableserin. Denn käme die Heizungsableserin einfach so, ungebremst, ins authentische Familienbild gestolpert, man müsste sie fesseln und knebeln und ihr das Versprechen abringen, niemals (»Und Sie verstehen: nie-mals!«) nach außen zu tragen, was sie hier gesehen hat. Socken auf der Treppe, Schlieren auf dem Badspiegel, Nutella auf dem Tisch – und eine Fünfjährige mit Tablet auf dem Sofa. »Ja, wir schauen ja sonst nur Arte, also einmal im Monat, aber damit Sie jetzt hier zum Heizungsablesen Ihre Ruhe haben, haben wir es erlaubt«, hüsteln wir gekünstelt. Während das Kind sich routiniert durch die neuen Folgen der britischen Zeichentrickserie Peppa Pig klickt, als könne es das schon lange. Nun ja, es kann das schon lange. Aber bitte nicht weitersagen!

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