Mein Bekenntnis als Muslima
Das islamische Glaubensbekenntnis ist kurz, präzise und kraftvoll. Auch wenn es auf den ersten Blick schlicht klingt, so umfasst es doch ein ganzes Weltbild – und kann für jeden Menschen eine ganz eigene Bedeutung entfalten. Für mich bedeutet dieses Bekenntnis zunächst eine völlige Befreiung von allem Weltlichen. Was bleibt, ist einzig und allein Gott – der Ursprung und das Ziel allen Seins. Es gibt letztlich nichts außer ihm und mir: eine zutiefst persönliche Begegnung, die ich mir immer wieder ins Bewusstsein rufe – auch in schwierigen Momenten. In dieser Begegnung finde ich Trost, Halt und eine allumfassende Liebe. Selbst wenn alles um mich herum zusammenbricht, bleibt die Gewissheit, dass Gott immer da ist – ewig, geduldig, wartend auf meine Heimkehr zu ihm. Er ist mein sicherer, ewiger Hafen.
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Dina El Omari ist Professorin für interkulturelle Religionspädagogik und Leiterin der Arbeitsstelle für Islamisch-theologische Genderforschung in Münster

