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Mein Bekenntnis als Muslima

Im zweiten Teil unserer interreligiösen Reihe »Mein Bekenntnis« schreibt Dina el Omari, Leiterin der Arbeitstelle für islamisch-theologische Genderforschung in Münster, was ihr das kurze, kraftvolle und präzise islamische Glaubensbekenntnis bedeutet.
von Dina El Omari vom 15.11.2025
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Der eine und einzige Gott. Das islamische Glaubensbekenntnis als Kalligrafie. (Foto: shutterstock/calligraphy786)
Der eine und einzige Gott. Das islamische Glaubensbekenntnis als Kalligrafie. (Foto: shutterstock/calligraphy786)

Das islamische Glaubensbekenntnis ist kurz, präzise und kraftvoll. Auch wenn es auf den ersten Blick schlicht klingt, so umfasst es doch ein ganzes Weltbild – und kann für jeden Menschen eine ganz eigene Bedeutung entfalten. Für mich bedeutet dieses Bekenntnis zunächst eine völlige Befreiung von allem Weltlichen. Was bleibt, ist einzig und allein Gott – der Ursprung und das Ziel allen Seins. Es gibt letztlich nichts außer ihm und mir: eine zutiefst persönliche Begegnung, die ich mir immer wieder ins Bewusstsein rufe – auch in schwierigen Momenten. In dieser Begegnung finde ich Trost, Halt und eine allumfassende Liebe. Selbst wenn alles um mich herum zusammenbricht, bleibt die Gewissheit, dass Gott immer da ist – ewig, geduldig, wartend auf meine Heimkehr zu ihm. Er ist mein sicherer, ewiger Hafen.

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