9. November
Stolpersteine wieder glänzen lassen
Am 9. November putzen Menschen in vielen Städten in Deutschland Stolpersteine. Dadurch gedenken sie der Opfer der NS-Diktatur und der Reichspogromnacht von 1938. Damals steckten Nazis Synagogen und jüdische Geschäfte an und misshandelten, verhafteten und töteten Tausende Jüdinnen und Juden. Der Tag markiert den Wendepunkt, an dem antisemitische Diskriminierung in massenhafte Gewalt überging. Seit 1992 platziert der Künstler Gunter Demnig Stolpersteine vor den letzten frei gewählten Wohnorten der Opfer des Nationalsozialismus. Dreizehn Personen recherchieren die Schicksale und platzieren die Steine. 116 000 dieser Messingtafeln wurden in mehr als 1860 Kommunen in ganz Europa verlegt, die meisten davon in Deutschland. Sie sind das größte dezentrale Mahnmal der Welt. Allein im Jahr 2024 stellten sieben Gestaltende per Hand fast 6000 neue Steine her. Viele Initiativen rufen jetzt dazu auf, am 9. November Stolpersteine zu putzen, um die Erinnerung sichtbar zu halten. Dazu eignen sich gebräuchliche Metall- oder spezielle Messingputzmittel, etwas Wasser und ein einfacher Küchenschwamm. Auch Blumen oder Kerzen können niedergelegt werden.
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