Wie passen Gott und das Leid zusammen?

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Gerd Neuhaus
Frömmigkeit der Theologie
Herder. 192 Seiten. 22,90 EUR
Wie kaum eine andere Lebenserfahrung stellt das Leid das traditionelle Gottesbild in Frage. Unübersehbar sind die Versuche, die von dem Gott Jesu Christi behauptete Liebe und Allmacht gegenüber der konkreten Leiderfahrung des Menschen zu verteidigen. Gerd Neuhaus zeigt argumentative wie existenzielle Defizite dieser Theodizee-Lehren auf. Sein eigener Ansatz verweist auf die Grenzenlosigkeit der in Jesus Christus Mensch gewordenen Liebe Gottes, die, wie er schreibt, »alle Erfahrung übersteigt«. Aber gerade in dieser Erfahrungslosigkeit des so beschriebenen Gottes liegt das Problem nicht nur für den heutigen Menschen: Was unterscheidet diesen Gott von einer Projektion oder einem reinen Postulat? Grenzerfahrungen an sich bieten weder Beweis noch Erweis einer erfüllenden Wirklichkeit jenseits der Grenze. Eine Antwort aber sollte auf die theoretisch nicht zu beantwortende Frage nach dem Verhältnis von Gottes Liebe und Allmacht einerseits und dem Leid andererseits nie übersehen werden: das in Leid und Not mögliche aktive Mitleid, in dessen Vollzug durchaus Göttliches erfahrbar werden kann.
