Ravensburger Christen gemeinsam am Tisch des Herrn
Mit einem sinnenfälligen Gottesdienst unter freiem Himmel haben rund 2000 katholische und evangelische Christen in Ravensburg eucharistische Gastfreundschaft gelebt und gefeiert. Eine weiß gedeckte Tafel zog sich von der evangelischen Stadtkirche bis zur katholischen Liebfrauenkirche. Anschließend unterzeichneten Seelsorger und Mitglieder des Kirchengemeinderates beider Konfessionen die Ravensburger Erklärung. Darin heißt es unter anderem: »Hier vor Ort beginnen wir mit einer einladenden Kirche, indem wir uns offen und herzlich zu Kommunion und Abendmahl einladen. Hier vor Ort beginnen wir einen gemeinsamen Weg.« Der feierliche Gottesdienst war der Höhepunkt eines mehrjährigen Prozesses, in dem der Arbeitskreis »Kirche lädt ein« durch theologische Überzeugungsarbeit und monatliche Menschenketten von Kirche zu Kirche das Anliegen der eucharistischen Gastfreundschaft in der Öffentlichkeit wachhielt. In seinem Grußwort erinnerte Ravensburgs Oberbürgermeister Daniel Rapp daran, dass Ravensburg nach den Religionskriegen die erste Reichsstadt war, in der Katholiken und Protestanten gleichberechtigt leben konnten. Dass gerade hier eucharistische Gastfreundschaft gewährt wird, knüpfe an diese stolze Tradition an.
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