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Die Rückkehr des gerechten Preises

Was der Berliner Mietendeckel mit dem Evangelium zu tun hat
von Christoph Fleischmann vom 28.11.2019
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Monopoly der Gegenwart: Wer Wohnraum in einer Großstadt vermieten kann, darf sich über gute Rendite freuen (Foto: pa/Stache)
Monopoly der Gegenwart: Wer Wohnraum in einer Großstadt vermieten kann, darf sich über gute Rendite freuen (Foto: pa/Stache)

Ist es unvermeidbar, dass Mieten durch die Decke gehen? Muss man es hinnehmen, dass selbst für Bruchbuden absurde Preise verlangt werden? »Es gibt eine tief empfundene Überzeugung, dass die Preise in Zeiten der Teuerung reguliert werden sollten, und dass sich der Profitjäger außerhalb der Gesellschaft stellt«, schrieb der Sozialhistoriker Edward P. Thompson mit Blick auf die englischen Unterschichten schon im 18. Jahrhundert. Die moralische Frage, was ein jeweils »vernünftiger Preis« sei, reicht nicht nur weit in die Vergangenheit zurück, sondern hat bis in die Gegenwart überlebt und lässt sich in Krisen immer wieder neu abrufen. Das zeigen die Proteste gegen steigende Mieten in deutschen Städten bis hin zur Enteignungsforderung und die Einführung einer Preisregulierung in Berlin.

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Schlagwort: Wohnungsnot
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