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Baukunst gegen Obdachlosigkeit

vom 19.11.2021
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Ein Dach über dem Kopf: Das Wohnprojekt Holmes Road Studios in London (Foto: © Morley von Sternberg)
Ein Dach über dem Kopf: Das Wohnprojekt Holmes Road Studios in London (Foto: © Morley von Sternberg)

Ausstellung. Obdachlosigkeit ist eine der größten Krisen dieser Zeit, verschärft durch die Corona-Pandemie. Viele Menschen auf der ganzen Welt könnten durch Insolvenzen ihr Zuhause verlieren. Auch wenn Architektur das Problem nicht alleine löst, zeigt das Architekturmuseum in München, welchen Beitrag sie leisten kann. Unter anderem mit Best-Practice-Beispielen: Mitten in Wien steht etwa das Vinzi Rast mit zehn Wohnungen für jeweils drei Menschen: zur Hälfte ehemalige Obdachlose, zur Hälfte Studierende. Finanziert wird das mit einem Restaurant, einer Fahrradwerkstatt und einem Dachstudio für Veranstaltungen. Im Frankfurter Ostpark gibt es den »Lebensraum o16«, eine Notunterkunft, die Obdachlose mitentworfen haben, mit Innenhöfen, Laubengängen und offenen Treppenhäusern. Die Bewohner haben Chipkarten für ihre Zimmer. Anschaulich hilft die Ausstellung, Obdachlosigkeit zu verstehen, und macht klar, dass sie abgeschafft werden könnte – mit dem nötigen politischen Willen.

Dieser Artikel stammt aus Publik-Forum 22/2021 vom 19.11.2021, Seite 54
Am Ende helles Glück.
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