Editorial
Liebe Leserin, lieber Leser,
hier die Karnevalseröffnung und der Aufbau von Glühweinständen, dort die vollen Intensivstationen in den Krankenhäusern. Der Beginn des dritten Corona-Winters wirkt wie eine Bebilderung des von Martin Luther übersetzten Liedes: »Mitten wir im Leben sind mit dem Tod umfangen«. Bei der Lektüre dieses Heftes werden Sie immer wieder auf dieses Motiv stoßen. Dennoch ist es kein trostloses Heft. Christoph Fleischmann etwa hat mit Menschen gesprochen, die eine Nahtoderfahrung gemacht haben. Nicht selten erlebten sie einen unbeschreiblichen Zustand tiefer Zufriedenheit – helles Glück, so beschreibt es der Theologe Albert Biesinger. Die Titelgeschichte fragt, ob und wie sich Nahtoderfahrungen deuten lassen. Sie spannt den Bogen von philosophischen Weltbildern über religiöse Hoffnungen bis hin zu neurologischen Erkenntnissen (Seite 26).
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Michael Schromist Leiter des Ressorts »Religion und Kirchen«.
