Österreichs Bischöfe warnen vor Suizidbeihilfe
Das von der Österreichischen Regierung geplante Sterbeverfügungsgesetz, das Beihilfe zum Suizid straffrei stellt, ist nach Ansicht der katholischen Bischöfe mangelhaft und gesellschaftspolitisch gefährlich. Es sei zu erwarten, dass binnen kürzester Zeit aus dem Ausnahmefall eine gesellschaftliche Normalität werde, die indirekt den Druck auf Schwerstkranke und Leidende erhöhe, ihrem Leben ein Ende zu setzen, heißt es in einer Erklärung der Vollversammlung. Besonders besorgniserregend sei die Werteverschiebung im Sprachgebrauch. Die Rede von einem »Sterben in Würde« unterstelle, dass dies scheinbar alternativlos nur durch eine Selbsttötung möglich sein soll. Diese manipulative Rede verkenne die Tatsache, dass jeder Suizid eine menschliche Tragödie bleibe. Weiter kritisieren die Bischöfe, dass im Gesetzentwurf keine zwölfwöchige Bedenkfrist vorgesehen ist, die sich an die (verpflichtende) Aufklärung und Beratung anschließt. Dadurch sei eine Vorgabe des Verfassungsgerichts missachtet worden.
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