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Erwachen zur Vielheit

Die Federzeichnung »Jakobs Traum« ermuntert uns, unsere verborgenen Sinne zu nutzen
von Giannina Wedde vom 18.11.2022
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Licht und Dunkel. Unruhe. Bewegtheit. In der Mitte ein Engel, der beschwörend die Hand hebt. Am Boden der schlafende Jakob. Sein Gesicht friedlich – wenige Striche erschaffen einen Ausdruck beseligter Ruhe. Die Federzeichnung »Jakobs Traum« des wohl bedeutendsten Rembrandt-Schülers Ferdinand Bol wirkt erstaunlich modern in dem, was sie auslässt. Was Jakob träumt, können wir ihr nicht entnehmen. Vielmehr scheint es, als wären wir selbst eingeladen, unter der Hand des Engels zu träumen.

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