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Pro und Contra
Höherer Rentenbeitrag für Kinderlose?

Wer keine Kinder hat, soll deutlich mehr in die Pflege- und Rentenversicherung einzahlen. Das hat kürzlich Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) gefordert. Denn Eltern zögen künftige Beitragszahler groß und sicherten das System so für die Zukunft. Ist das ein fairer Vorschlag?
vom 07.12.2018
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Ja, um die Lasten gerechter zu teilen

Pflegeversicherte ohne Kinder zahlen schon heute einen Zusatzbeitrag, und zwar nicht wegen Jens Spahn, sondern weil das Bundesverfassungsgericht das in einem Urteil von 2001 gefordert hat. Das Gericht hat dabei die Umlagefinanzierung beim Wort genommen: Das System lebt davon, dass Arbeitnehmer heute Beiträge entrichten. Und ebenso davon, dass zukünftige Beitragszahler geboren und großgezogen werden. Das Pflegeversicherungssystem profitiert nicht nur auf der Einnahmeseite von Kindern, sondern auch auf der Leistungsseite: Wenn sie in der Zukunft Familienangehörige pflegen, ist das preiswerter, als wenn professionelle Pflege notwendig wird. Familien mit Steuermitteln zu entlasten, wie SPD-Politiker und Gewerkschaften vorschlagen, wäre der falsche Weg. Sie würden ihre eigene Entlastung mitbezahlen, sogar überproportional, weil sie durch die Verbrauchssteuern besonders belastet werden.

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