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Personen und Konflikte

vom 07.12.2018
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Jens Spahn, Bundesgesundheitsminister und Kandidat um den CDU-Vorsitz, hat den Kirchen vorgeworfen, in politischen Sachfragen zu moralisieren. Zwar begrüße er kirchliche Stellungnahmen bei Themen wie Lebensschutz, Sterbehilfe oder Organspende. Doch die großen politischen Probleme der Gegenwart - Migration, Digitalisierung, Wohlstandsverteilung oder Umweltschutz - ließen sich nicht schablonenartig beantworten. »Ich empfinde es als irritierend, wenn ein religiös inspirierter oder kirchlich unterstützter Moralismus um sich greift und von der Gesellschaft wie der Politik fordert, seiner engen Gesinnungsethik Folge zu leisten«, schreibt Spahn in der Welt am Sonntag. Es ärgere ihn, wenn hohe Kirchenfunktionäre »oft genug ohne Detailkenntnisse im Ton moralischer Empörung« Steuer-, Renten-, oder außenpolitische Fragen kommentierten.

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