Über den Dächern von Paris
Als der Fotograf Michael Wolf vor zehn Jahren nach Paris zog, fand er eine Stadt voller Sehenswürdigkeiten und fast zu Tode fotografierter Wahrzeichen vor, nach außen hin steckengeblieben im 19. Jahrhundert. Was blieb da noch abzulichten? Um einen neuen Blick zu finden, richtete Wolf seine Kamera auf die dichte Dachlandschaft von Paris. Es entstanden abstrakte Bilder. Die einzigartigen Zinkdächer wirken wie mehrschichtige, verträumte Kompositionen, in denen sich Kamine und Antennen drängeln. Wolfs Werke reflektieren das Leben in Metropolen wie Hongkong, Tokio oder Chicago. Sie kreisen um Themen wie Bevölkerungsverdichtung, Massenkonsum, Privatsphäre und Voyeurismus. Das Haus der Photographie in den Deichtorhallen Hamburg zeigt aktuell eine umfassende Retrospektive des inzwischen in Hongkong lebenden deutschen Fotografen.
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