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Politische Kunst in XXL

vom 02.12.2022
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Unübersehbar: Der Streetartkünstler JR nutzt den öffentlichen Raum, um Entrechtete sichtbar zu machen, wie mit dem Projekt »Women are Heroes«, hier ein Bus in Sierra Leone (Foto: 28 Millimeters, Women are Heroes, Bus in Sierra-Leone, BO City, 2008, Farblithografie © jr-art.net)
Unübersehbar: Der Streetartkünstler JR nutzt den öffentlichen Raum, um Entrechtete sichtbar zu machen, wie mit dem Projekt »Women are Heroes«, hier ein Bus in Sierra Leone (Foto: 28 Millimeters, Women are Heroes, Bus in Sierra-Leone, BO City, 2008, Farblithografie © jr-art.net)

Ausstellung. Das Bild der fünfjährigen Valeriia sollte die russischen Kampfpiloten, die über die Ukraine flogen, daran erinnern, dass dort unten schutzbedürftige Menschen leben. Der französische Streetartkünstler JR ließ das Bild des fröhlich hüpfenden Kindes, fotografiert von Artem Iurchenko, auf eine 45 Meter lange Plane drucken und entrollte es zusammen mit 100 ukrainischen Freiwilligen am 14. März im Zentrum von Lwiw. Die Aktion wurde in Paris, Berlin, Düsseldorf und Venedig wiederholt und auch in München, wo sie die Retrospektive des Künstlers eröffnete. »JR: Chronicles« in der Kunsthalle München zeigt seinen Werdegang. Unter dem Motto »Ich besitze die größte Galerie der Welt – die Mauern der Stadt!« fing JR als illegaler Sprayer in den Banlieus von Paris an. Mit Porträtfotografien, die er in monumentalen Formaten auf Häuserfronten, Busse, Züge, Containerschiffe oder Grenzmauern plakatierte, wurde er berühmt.

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