Ausstellung
Zu Besuch in Franz Kafkas Kopf
Ausstellung. Schwarze, dünne Fäden ziehen sich hundertfach über das kleine Bett, spinnen sich hoch bis an die Decke des Zimmers, wo sich ein dunkles Netz aus Wollfäden gebildet hat, wie von einer Riesenspinne. Die Installation der japanischen Künstlerin Chiharu Shiotas ist Teil der Ausstellung »Kafka: 1924«. Anlässlich des 100. Todestags von Franz Kafka am 3. Juni 2024 erweckt die Villa Stuck in München sein Werk zum Leben. Alle ausgestellten Werke und Installationen, unter anderem von Louise Bourgeois, Alfred Kubin oder Ida Applebroog, beziehen sich auf den in Prag geborenen Schriftsteller. Dort studierte Kafka Kunstgeschichte, auch später hielt er visuelle Eindrücke und fantasievolle Figuren in Zeichnungen fest. Manche davon sind in der Villa Stuck zu sehen. Die in seinen Texten zentralen Gefühle wie Scham, Angst, Kontrollverlust spiegelt die Ausstellung wider: Sie ist düster, verstörend, bildgewaltig und unverkennbar »kafkaesk«.
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