Kopftuch am Kolleg
Tobias Zimmermann, Jesuit und Rektor der katholischen Privatschule Canisius-Kolleg in Berlin, hat eine muslimische Lehrerin eingestellt, die aus religiöser Überzeugung ein Kopftuch trägt. Die Personalie hat überregional Aufsehen erregt, weil der Berliner Senat das Neutralitätsgesetz an staatlichen Schulen sehr streng auslegt. So musste etwa eine Lehrerin in Wedding ihre Halskette ablegen, weil sich daran ein kleines goldenes Kreuz befand. Auch ein Fisch-Anhänger als Alternative wurde zunächst beanstandet, später jedoch erlaubt. In die teilweise hysterische Debatte hinein setzt Zimmermann ein Zeichen. »Wir brauchen einen offenen Diskurs mit dem Islam über den Umgang mit Symbolen.« Es sei »albern«, die Frage der Integration am Kopftuch festzumachen. »Wenn mir jemand glaubhaft versichert, sich vom Kopftuch nicht unterdrückt zu fühlen, will ich das glauben.« Entscheidend sei, dass die Lehrerin fachlich überzeugt habe.
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