Zwischenbilanz: Grundeinkommen in Finnland
Armut bekämpfen, Verwaltungskosten senken und die Bürger zufriedener und freier machen – das sind die Ziele eines Experiments mit einem bedingungslosen Grundeinkommen in Finnland. Seit dem 1. Januar dieses Jahres erhalten 2000 Arbeitslose 560 Euro im Monat – zunächst bis zum 31. Dezember 2018. Dieser Betrag ersetzt das Arbeitslosengeld, eventuell auch das Krankengeld oder das Elterngeld – je nachdem, welche Sozialleistung eine Person bezieht. Obwohl die 580 Euro Grundeinkommen niedriger sind als das Arbeitslosengeld von 700 Euro, konnte sich die Regierung vor Bewerberinnen und Bewerbern nicht retten. Der Grund: Das Grundeinkommen verpflichtet die Arbeitslosen zu nichts, sie können damit machen, was sie wollen, müssen sich nicht ständig beim Jobcenter melden, Bewerbungen schreiben und Kurse besuchen. Und: Alles, was sie zusätzlich zum Grundeinkommen verdienen, dürfen sie behalten. Die Bezieher von Arbeitslosengeld dagegen müssen weitere Einkünfte hoch versteuern.
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