Beschneidung: Mann verklagt Ehefrau
Ein Mann aus dem ägyptischen Qena zieht gegen seine Ehefrau vor Gericht, weil diese seine Töchter gegen seinen Willen beschneiden ließ. Nour Eddin al-Hanafy hatte zuvor in Saudi-Arabien gearbeitet, wo er Geschäftskontakte zu anderen islamisch geprägten Ländern pflegte. Dabei stellte er fest, dass in keinem dieser Länder Frauen beschnitten wurden, außer in Ägypten und dem Sudan. Deswegen informierte er sich bei mehreren islamischen Geistlichen aus Saudi-Arabien und Ägypten. Diese versicherten ihm, dass weibliche Beschneidung im Islam verboten sei. Außerdem warnen Ärzte vor schweren psychischen und physischen Schäden bei den betroffenen Mädchen. Daraufhin habe Hanafy sich gegen die Pläne seiner Frau, die Töchter zu beschneiden, gewehrt und sie angezeigt. Offiziell ist die Beschneidung weiblicher Genitalien in Ägypten seit 2016 strafbar.
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