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Cum-Ex-Skandal: Ermittlungen wegen Verrats

vom 21.12.2018
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55 Milliarden Euro – um diese Summe haben Banker und Anwälte die Steuerzahler in zwölf europäischen Ländern gebracht. In sogenannten Cum-Ex-Geschäften ließen sie sich bei Dividendenausschüttungen großer Unternehmen Kapitalertragssteuern erstatten, die zuvor nicht gezahlt worden waren. Journalisten aus zwölf Ländern hatten unter Leitung des Recherchezentrums Correctiv rund 180 000 Seiten Unterlagen ausgewertet und die Deals aufgedeckt. Es ist der bislang größte bekannte Steuerraubzug in der Geschichte Europas. Folge des journalistischen Coups: Die Staatsanwaltschaft Hamburg ermittelt gegen Correctiv-Chef Oliver Schröm wegen des »Verdachts der Anstiftung zum Verrat«. Zunächst hatte die Zürcher Staatsanwaltschaft auf Betreiben der Basler Privatbank Sarasin ermittelt – zwei frühere Mitarbeiter der Bank wurden verhaftet, weil sie Informanten sein sollen. Dann gab sie den Fall nach Hamburg ab. Der Vorsitzende des Deutschen Journalistenverbandes sagte zu Correctiv: »Die Staatsanwaltschaft Hamburg macht sich zum Handlanger einer interessengeleiteten Schweizer Justiz.«

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