Aufgefallen
Ein Gesicht. Ein Mensch
Er hat eine dunkle Wollmütze über die Ohren gezogen, das Markenschild ist nach rechts verrutscht; im ausgebeulten Mantel, mit verwaschenen Jeans und staubigen Wanderschuhen, so steht Christian Tango Mukaya vor Papst Franziskus, den Würdenträgern aller Art, den Medienschaffenden aus aller Welt. Hinter ihm weiße Container und das Meer, friedlich, ein stiller Spiegel des Himmels. Drei Minuten Redezeit hat der Dreißigjährige, der im Namen der Geflüchteten den Papst im Lager Kara Tepe auf Lesbos begrüßt. Viel zu wenig für all das, was zu sagen wäre. Aber vielleicht hören sie ihn, die Menschen in den sicheren Heimaten. Vor allem aber Tricha und Abigael. Seine Frau, seine jüngste Tochter. Irgendwo. Wenn sie noch leben.
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