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Kolumne von Anne Lemhöfer
An Weihnachten hilft ein Baby sehr

Ja, auch die übelsten Zeitgenossen waren mal klein, die Erfinder der Atombombe und die Erzeuger von Börsencrashs lächelten süß im Kerzenschein, aber so ist das eben mit der Hoffnung: Sie ist das Gegenteil von Gewissheit.
vom 22.12.2022
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Nichts ist sicher, alles ist möglich: Steht da im Bettchen womöglich ein zukünftiger Heiland? (Foto: istockphoto/Andy445)
Nichts ist sicher, alles ist möglich: Steht da im Bettchen womöglich ein zukünftiger Heiland? (Foto: istockphoto/Andy445)

Was Babys können, können nur Babys – nämlich so niedlich aussehen, dass allen Anwesenden das Herz zerspringt vor Glück, ganz egal, wie sehr sie sich vorher gestritten haben. Egal auch, dass die einen gestern noch von durchs Treppenhaus trampelnden Nachbarskindern unsanft geweckt wurden und die anderen aus tausend guten Gründen nie einen Kinderwunsch gehegt haben. Die ganz Schlauen sagen jetzt, das habe »die Natur ganz bewusst« so eingerichtet mit dem Niedlichsein, Kindchenschema und so, es braucht ja einen Anreiz, sich um die Hilflosesten zu kümmern. Reine Überlebenstaktik, pure Biologie. Das machen die extra.

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Schlagwörter: Hoffnung Kinder Krise Weihnachten
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