Entwicklungspolitik
In der Armutsfalle
Muhammad Yunus hat kürzlich wieder eine Auszeichnung erhalten: von der deutschen Karl-Kübel-Stiftung. Die stellvertretende Stiftungsratsvorsitzende, Kerstin Humberg, würdigte den Wirtschaftswissenschaftler aus Bangladesch als einen »Weichensteller für eine bessere Zukunft«. Ähnlich begründete 2006 das Nobelpreiskomitee die Vergabe des Friedenspreises an Yunus, der 1983 die Grameen-Bank gründete. Die Bank gewährt in Bangladesch insbesondere Frauen Mikrokredite, ohne Sicherheiten zu verlangen. Die Kreditnehmerinnen sollen sich damit aus der Armut befreien können. »Auch für die Kinder und Familien seiner Kundinnen hat Yunus damit Wege zu einem besseren Leben ermöglicht«, so Humberg in ihrer Laudatio.
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Gerhard Klas ist freier Journalist und lebt in Köln.

