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Kino: »Shambhala«
Auf dem steinigen Weg zur Befreiung

Im Kinofilm »Shambhala« kämpft die schwangere Pema vor der grandiosen Kulisse des Himalaya um ihr Kind und um ihre Befreiung aus einer dörflich-patriarchalen Gesellschaft.
von Wolfgang Kessler vom 17.12.2024
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Emanzipation vor beeindruckender Kulisse: »Shambhala« gibt Einblicke in eine im Westen wenig bekannte Kultur. (Foto: www.epicentrefilms.com)
Emanzipation vor beeindruckender Kulisse: »Shambhala« gibt Einblicke in eine im Westen wenig bekannte Kultur. (Foto: www.epicentrefilms.com)

Kino. Pema lebt in einem Dorf vor der grandiosen Kulisse des Himalaya. Nach ihrer Hochzeit geht Ehemann Tashi auf eine Handelstour nach Tibet. Pema kümmert sich um seine zwei Brüder. Der pubertäre Dawa ist aufsässig und Pema versucht, seinen Lehrer mit Reiswein gütlich zu stimmen. Als öffentlich wird, dass sie schwanger ist, machen Gerüchte die Runde, das Kind sei das des Lehrers. Ihr Ehemann erfährt davon und kehrt nicht zurück. Pema will Tashi suchen, um sein Vertrauen zurückzugewinnen, und begibt sich auf eine Reise durch die eisige Bergwelt. Mit jedem beschwerlichen Schritt kommt sie ihrer spirituellen Selbstfindung näher – und damit dem Shambhala, jenem mythischen Königreich des Buddhismus, in dem Mensch und Natur in Einklang sind. So beschwerlich, wie die Reise anmutet, waren auch die Filmarbeiten. »Die Schauspieler mussten wochenlang in der Höhe trainieren, um die Dreharbeiten in 4000 bis 6000 Meter Höhe durchzuhalten«, erzählte Regisseur Min Bahadur Bham auf dem Filmfestival in Locarno. Entstanden ist ein Meisterwerk »über eine Kultur, die den Frauen keinen Raum lässt«, sagte Hauptdarstellerin Thinley Lhamo. Nepal hat »Shambhala« für den Oscar eingereicht.

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