Umsturz in Syrien
Der Westen muss die Kurden schützen
Während viele Menschen in Syrien zu Recht große Freude über das Ende des Assad-Regimes empfinden, blicken vor allem Angehörige von Minderheiten mit Sorge in die Zukunft. Die Sorgen sind berechtigt: Bereits in den ersten Tagen des Angriffs der islamistischen Miliz Hay’at Tahrir al-Sham (HTS) auf Assads Stellungen griffen andere Islamisten, insbesondere die Kämpfer der Syrischen Nationalarmee (SNA), die Demokratischen Kräfte Syriens (SDF) im Raum Aleppo massiv und von allen Seiten an. Die SDF sind ein Zusammenschluss kurdischer Kampfverbände wie der YPG/YPJ, aber auch arabischer, assyrisch-aramäischer, christlicher oder jesidischer Gruppen, die seit mindestens 2015 gegen den Islamischen Staat (IS) kämpfen. Mindestens 200 000 Kurden wurden durch die Angriffe erneut zur Flucht gezwungen, Familien wurden auseinandergerissen, Kinder verloren ihre Eltern, Frauen wurden verschleppt und erschossen.
Sie haben bereits ein
-Abo? Hier anmelden

