Geflüchtete
Hundert Menschen schützen in Bremen einen Mann im Kirchenasyl
Rund 100 couragierte Menschen haben in der Nacht zum 3. Dezember in Bremen die Abschiebung eines jungen Somaliers aus dem Kirchenasyl verhindert. Als die Polizei gegen 2.30 Uhr anrückte, blockierten Mitglieder der evangelischen Zionsgemeinde und andere Menschen, die einem Aufruf des Flüchtlingsrats gefolgt waren, gewaltfrei den Zugang zum Gemeindezentrum. Drinnen hielt sich der 25-jährige Geflüchtete auf. Der Pastor ließ die Glocken läuten. Das habe die Polizei derart irritiert, dass sie sich vorübergehend zurückzog, berichtete er. Der junge Mann sollte nach Finnland zurückgeschickt werden. Nach Überzeugung des Bremer Flüchtlingsrats und des kirchlichen Vereins »Zuflucht« hat der Mann dort aber keine Chance auf ein faires Asylverfahren und muss befürchten, weiter nach Russland abgeschoben zu werden.
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