Mit Gott Staat machen?


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»Jahrtausendelang sind Staat und Gott eine enge Verbindung eingegangen. Die sakrale Legitimation staatlicher Herrschaft war dominant, nicht die moderne und uns heute so geläufige Trennung von Politik und Religion. Man machte also wortwörtlich mit Gott Staat. Diese enge Verwobenheit von weltlich und geistlich, von Staat und Kirche, von Herrschaft und Heil hat viele Gesichter und viele Facetten (...)
Bis in die Frühe Neuzeit hinein verstanden oder gerierten sich die Könige und Fürsten als von Gott auserwählt – und mit besonderen Gaben ausgestattet. Berühmt geworden ist die etwa in England und Frankreich obwaltende Vorstellung, die gesalbten Könige könnten kraft übernatürlicher Fähigkeiten Kranke durch Handauflegen heilen: Das ist das vielzitierte Berührungsritual der sogenannten
Auf Publik-Forum.de und in In der nächsten Ausgabe von Publik-Forum (erscheint am 27. Juli 2018) antwortet Dreier der langjährige Bundestagspräsident und Leiter des Politischen Clubs der Evangelischen Akademie Tutzing, Wolfgang Thierse. Der Mitherausgeber von Publik-Forum sagt: »Mit Gott darf man keine Herrschaft begründen. Aber die Freiheit schon!«
Und Ihre Meinung? Schreiben Sie Ihren Kommentar zu Horst Dreiers Thesen im folgenden Kommentar-Feld.

Heidrun Meding 19.07.2018:
Jahrtausendelang gingen Staaten und Religionen eine enge Verbindung ein. Warum wohl?
Schon das frühe Christentum arrangierte sich mit dem damaligen römischen Kaiser Konstantin, um weltlichen Schutz zu genießen.
Das offizielle Christentum wiederum unterstützte und förderte die Herrschaft Konstantins im antiken Rom.
Bis zur Französischen Revolution von 1989 unterdruckten staatliche und kirchliche Obrigkeiten die zwangsweise konfessionalisierten "Gläubigen", zeitweise auch in Personalunion ("Kirchenfürsten", "Fürstbischöfe" usw.).
Dies alles ist glücklicherweise Vergangenheit und Geschichte.
Heute darf jede und jeder nach eigener Fasson selig werden, wie Friedrich der Große einmal geschrieben haben soll.
Insbesondere die Katholische Kirche bedauert bis heute ihren massiven Machtverlust auf weltlicher Ebene.
Hätte die Französische Revolution nicht bereits stattgefunden, müßten wir sie heute auf den Schild heben in der Hoffnung auf einen wirklichen Sieg über den Kapitalismus.