Zur mobilen Webseite zurückkehren

Nachbarschaftszentrum
»Viele wissen gar nicht, wie groß die Armut in Deutschland ist«

Trudi Götz hat in Nürnberg die Stiftung Sozialidee gegründet – eine Anlaufstelle für Geflüchtete und Menschen mit geringem Einkommen.
vom 05.11.2025
Artikel vorlesen lassen
Trudi Götz hat die Stiftung Sozialidee in Nürnberg gegründet. Etwa 9000 Menschen nehmen die Angebote pro Jahr wahr. (Foto: Andreas Thamm)
Trudi Götz hat die Stiftung Sozialidee in Nürnberg gegründet. Etwa 9000 Menschen nehmen die Angebote pro Jahr wahr. (Foto: Andreas Thamm)

Die Frauen, die in unsere PC-Kurse kommen, können am Anfang nicht einmal mit einer Maus umgehen. Viele von ihnen sind Geflüchtete. Nach der Maus geht es weiter mit dem nächsten Kursinhalt: Dem Hoch- und Runterfahren eines Computers. Manchmal ist es eine Geduldsprobe, sich so lange mit vermeintlich einfachen Dingen aufzuhalten. Aber wenn ich sehe, mit wie viel Motivation und Freude unsere Teilnehmerinnen dabei sind, hilft das auch mir, wieder Kraft für meine Arbeit zu sammeln. 2010 habe ich die Stiftung Sozialidee gegründet. Als gelernte Dolmetscherin und Montessori-Pädagogin hatte ich schon früh Kontakt zu zugewanderten und geflüchteten Menschen. Deshalb wollte ich eine Heimat für Projekte schaffen, die nachhaltig und sinnvoll sind. Angefangen haben wir mit Sprachangeboten, inzwischen hat sich die Stiftung zu einer Familienbildungsstätte mit 32 Mitarbeitenden entwickelt. Fest angestellt sind allerdings nur zwei Personen, alle anderen arbeiten ehrenamtlich oder auf Honorarbasis, absolvieren ein Praktikum oder ein Freiwilliges Soziales Jahr.

  Gedruckt + Digital  
  Digital  

Hören Sie diesen Artikel weiter mit P F plus:

4 Wochen freier Zugang zu allen P F plus Artikeln inklusive ihh Payper.

Jetzt für 1,00 Euro testen!

Schlagwörter: Geflüchtete Nürnberg
Publik-Forum
Publik-Forum
Einen Moment bitte...
0:000:00
1.0