Weißrussland
Zäher Kampf für Demokratie
Eigentlich wollte die Belarussin Katsiaryna Shmatsina jetzt in Greifswald sein, ein Gemeinschaftshaus renovieren, Radiobeiträge übersetzen, einen Kurs zu deutscher Poetik belegen. Stattdessen ist sie zurück im litauischen Exil. Von März bis Mai arbeitete die 29-Jährige bei der Initiative Turbina Pomerania, einem grenzübergreifenden Freiwilligendienst in Vorpommern, der auch Austausch mit Belarus pflegt. Shmatsina, die Jura in Minsk und Internationale Beziehungen in New York studiert hat, hörte von Turbina Pomerania über ein selbstorganisiertes Bildungsnetz. Dass die Initiative Demokratie, Partizipation und Menschenrechte fördern will, gefiel ihr, zudem erhoffte sie sich Erholung von der turbulenten Zeit in ihrer Heimat. Aus der war sie im August 2020 geflohen, weil sie fürchtete, wegen ihrer Arbeit verfolgt zu werden.
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