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Glaubwürdig …
hier soll ich sein

von Hans Jürgen Günther vom 23.01.2025
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Ich war als evangelischer Pfarrer während meiner aktiven Dienstzeit in zwei Orten tätigt. Wie ich die gefunden und wie die sich im Laufe der Jahre als passend für meine Familie und mich erwiesen haben, hat mit zwei entscheidenden Augenblicken zu tun. Nach Theologiestudium in Jena und Vikariat im Sperrgebiet, der damaligen Zone in der Zone der DDR, begann im Frühjahr 1982 meine Suche nach einer Pfarrstelle. Von einem Kollegen bekam ich einen Tipp. In Bürden, einem Dorf bei Hildburghausen, sei die Pfarrstelle frei und ich sollte doch mal hinfahren und mir alles ansehen. So bin ich an einem Sonntagnachmittag mit meinem Motorrad dorthin gefahren. Die Gegend kannte ich nicht. Bis auf die Stadt Eisfeld, da war ich als Student einmal zum Fasching. Ich kam zum Pfarrhaus und wie ich durch die Tür eintrat, wusste ich augenblicklich, dass ich hierherkommen soll. Hier will mich Gott haben. Hier soll ich leben und arbeiten. Ich musste gar nicht weiter überlegen oder alles Für und Wider abwägen. So eine schnelle Entscheidung zu treffen war eigentlich nicht meine Art. Wie kam ich dazu? Als ich in der Eingangstür des Pfarrhauses stand, ging mein Blick geradeaus zu einem Bild, das im Flur hing. Es war ein Bild meiner Heimatstadt Sondershausen. Von einem Standort aus gemalt, den ich gut kannte und der einen herrlichen Blick auf die Stadt bietet. Meine Heimat von dort soll jetzt meine neue Heimat hier in Bürden werden. Und so ist es auch geschehen. Ich habe mich auf die Pfarrstelle beworben und konnte nach meiner Ordination im November 1982 in das Pfarrhaus einziehen und bin dort mit meiner Familie bis zum November 1990 geblieben.

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Schlagwörter: Kirche Pfarrer
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