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Pop in der Bibel

Von Lady Gaga bis Bob Dylan: Die Worte des Evangeliums sind wie musik.
von Uwe Birnstein vom 23.01.2025
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Jesus was a sailor« – »Jesus war ein Seemann«?! Das hatte ich noch nie zuvor gehört. Dass Jesus auf einem hölzernen Turm Ausschau nach Ertrinkenden hält und sie erlöst, steht nicht in der Bibel. Und selbst wenn: Hätte mein Pastor darüber gepredigt, es hätte mich nicht interessiert. Nun aber sang Leonard Cohen mit berückend knarziger Stimme von Jesus, der ein »Sailor« gewesen sei und – wie mysteriös! – »broken« war: »gebrochen«. Mein jugendliches Seelchen ahnte die Botschaft. Dieses ungewöhnliche Jesus-Lied erreichte mein Herz mehr als die Lieder, die ich in der Kirche hörte und mitsingen sollte. Ich kaufte mir die Platte – auf dem Cover ein irgendwie besorgt dreinschauendes Männergesicht. So sah er also aus, dieser Sänger, der gleichzeitig von Jesus und einer »Suzanne« schwärmte, in die er verliebt war. Der Song brachte den Soundtrack meines Lebens auf eine neue Spur – setzte eine unbändige Neugier auf die Bibel bei mir in Gang. Über Jesus wollte ich mehr wissen. Dass er oft mit einem Boot über den See Genezareth fuhr, las ich, dass er ängstliche Jünger im Sturm ermutigte und sogar auf dem Wasser ging. Oha.

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