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Schön-Schreiben
Die widerspenstige Feder

Als einen der ersten Texte wählte Bruder Alois Maria Weiß das Friedensgebet des heiligen Franziskus aus - und beim letzten Wort verschrieb er sich. Wie ärgerlich!
von Michaela Schneider vom 22.04.2026
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(Foto: Michaela Schneider)
(Foto: Michaela Schneider)

Wenn Bruder Alois Maria Weiß im Kloster Münsterschwarzach zur Feder greift und mit dem Schreiben beginnt, bedeutet dies für ihn Meditation. »Man kommt zur Ruhe. Man konzentriert sich auf einen Text von Bedeutung. Man konzentriert sich im Grunde auf jeden Strich, den man macht«, sagt der 64-Jährige, der eigentlich als Pförtner und Hausmeister des Benediktinerklosters arbeitet. Trotzdem spielt die uralte klösterliche Schreibtradition eine bedeutende Rolle in seinem Leben: Im Gästehaus vor Ort betreut er Kalligrafie-Kurse. Er hat ein aufwändiges Evangelienbuch für die Liturgie verfasst. Er gestaltet Plakate. Und er ist seit Jahren immer dann zur Stelle, wenn es im Kloster einen schmückenden Schriftzug braucht. Als ein Teil der Klostergebäude in den 1990er-Jahren saniert wurde und jeder Raum einen Namen erhielt, war er mit dem Pinsel zur Stelle. Er gestaltete verschiedene Wappen auf dem Klostergelände.

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