Kuba
Trumps nächste Attacke
Am 29. Januar 2026 bezeichnete US-Präsident Donald Trump in einer Exekutivanordnung die Politik der Regierung Kubas als »ungewöhnliche und außerordentliche Bedrohung« für die »nationale Sicherheit« der USA. Laut den USA verbünde sich das kubanische Regime mit zahlreichen feindseligen Staaten, transnationalen Terrorgruppen und bösartigen Akteuren, die den Vereinigten Staaten feindlich gesinnt seien. Die Exekutivanordnung besagt ebenfalls, dass die USA andere Staaten mit Einfuhrzöllen belegen können, falls diese Öl an Kuba liefern. Seitdem sind Öllieferungen nach Kuba drastisch zurückgegangen, was zu einer Krise in Kuba geführt hat. Denn Kubas Energieverbrauch basiert zu einem großen Teil auf importiertem Öl. Laut einem Artikel von Jenny Barke, veröffentlicht auf tagesschau.de am 13. März 2026, habe Trump Kuba mit folgenden Worten gedroht: »Während wir in Venezuela einen historischen Wandel vollziehen, freuen wir uns auch auf die großen Veränderungen, die bald in Kuba stattfinden. Kuba befindet sich in seinen letzten Augenblicken, so wie es ist. Unser Fokus liegt derzeit auf Iran. Aber danach werde ich mich um Kuba kümmern.« Am 1. Mai verkündeten die USA in einer weiteren Exekutivanordnung Sanktionen gegen Personen, die in den Energie-, Sicherheits- oder Finanzsektoren der kubanischen Wirtschaft oder als Offizielle im Verwaltungsrat der kubanischen Regierung tätig sind. Auch richten sich die Sanktionen gegen Personen, die die kubanische Regierung materiell unterstützt haben. Bei diesen Sanktionen handelt es sich um die Erweiterung eines seit 66 Jahren laufenden Wirtschaftsembargos der USA gegen Kuba, das erstmals vom ehemaligen US-Präsidenten Dwight D. Eisenhower im Jahr 1960 eingeführt worden war. Auch in der Öffentlichkeit ist Kuba ein vieldiskutiertes Thema. In den Nachrichtenmedien werden die Auswirkungen der Sanktionen und die Hintergründe der US-Politik gegenüber Kuba nur unzureichend beleuchtet.
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