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Die größte Zeltstadt der Welt
Mega Maha Kumbh Mela

Über 600 Millionen Menschen kamen. Eine Zeitung meldete Tage nach der Maha Kumbh Mela, dass über 900 Kinder in der Riesenmenge ihre Eltern verloren hatten und immer noch darauf warteten, dass sie abgeholt werden. Hat der Ganges, die Göttin, geholfen?
von Martin Kämpchen vom 29.08.2025
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(Foto: pa / Sipa USA)
(Foto: pa / Sipa USA)

Als Indien Anfang 2025 die Maha Kumbh Mela in Prayagraj feierte, bebte das gesamte Land vor freudiger Anteilnahme. Es hieß, das größte religiöse Fest, das in Indien und überhaupt in der Welt jemals gefeiert wurde, nehme seinen prunkvollen Lauf. Vom 13. Januar bis zum 26. Februar nahmen, so die sehr stolze Schätzung, 650 Millionen Menschen im Ganges, dem heiligen Fluss der Hindus, ein rituelles Bad. Die Astrologen hatten entdeckt, dass in dieser Zeitspanne die Gestirne besonders gnadenvoll kreisen, wie erst in 144 Jahren wieder. Viele Menschen hatte es angespornt, die Gelegenheit nicht zu versäumen, gutes Karma anzuhäufen, sich mit Gangeswasser von ihren Sünden reinzuwaschen und um besondere Anliegen zu bitten. In der mittelgroßen nordindischen Stadt Prayagraj fließen der Ganges und die Yamuna zusammen und ein dritter Fluss, die mythologische Sarasvati, soll sich unterirdisch unsichtbar mit ihnen vereinen. Triveni – die Vereinigung dreier Flüsse –, so heißt er Ort, an dem die heiligen Bäder stattfinden. An diesem Ort entstand die größte Zeltstadt der Welt für die Dauer von ein paar Wochen, eine heilige Stadt auf Zeit, bevor der Fluss die Spuren wieder verschwinden ließ. Bis in zwölf Jahren wieder gefeiert wird.

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Schlagwörter: Hinduismus Indien
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