Heitere Skepsis
Eine ernste Angelegenheit
Wir scheinen in einer Zeit zu leben, in der die Heiterkeit nicht sonderlich am Platz ist. Zu viele schlimme Nachrichten stürmen auf uns ein, und es gibt vielleicht Grund, der Verzweiflung näher zu sein als der Heiterkeit. Warum dennoch die Rede davon? Woher das neuerliche Interesse daran? Festzuhalten ist zunächst nur, dass die Heiterkeit wie auch die Gelassenheit, die Hingabe und Hinnahme offenkundig zur Familie der Begriffe gehört, die in der Moderne nicht heimisch geworden sind. Wer verstehen will, was »die Moderne« ist, wird nicht umhin kommen, sich dieser Begriffe zu entsinnen, die mit ihr nicht kompatibel zu sein scheinen. Grund genug, der Heiterkeit eine Art von philosophischer Serenade zu widmen.
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Wilhelm Schmid lebt als freier Philosoph in Berlin. Jüngste Buchpublikationen: Schaukeln. Die kleine Kunst der Lebensfreude. 2023. Insel Verlag. Den Tod überleben. Vom Umgang mit dem Unfassbaren. 2024. Insel Verlag. Die Suche nach Zusammenhalt. 2025. Suhrkamp.

