Das Adventshaus
An einem Eck des Hauses von Ernst Heimes steht unter einem Blechdach die steinerne Statue des heiligen Nepomuk, eines Priesters, der vor mehr als 600 Jahren zum Märtyrer wurde, weil er selbst unter Folter das Beichtgeheimnis nicht brach und in die Moldau geworfen wurde. Fragt man Ernst Heimes, 78, der in jungen Jahren mit dem Gedanken spielte, Priester zu werden, der immerhin die Missio canonica besitzt und der mit seinen dünnen, weißen, langen Haaren selbst ein bisschen aussieht wie ein Heiliger, fragt man ihn, wie er es mit dem Beichten halte, antwortet er verschmitzt: »Früher schon, aber seit ich nicht mehr sündige, gibt’s keinen Grund dafür.«
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