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Kulturelle Aneignung
Auf die Wertschätzung kommt es an

Eine weiße Musikerin trägt Dreadlocks, die Buddhastatue verschönert das Badezimmer, um einen chinesischen Gurkensalat wird gestritten: Was hat das mit kultureller Aneignung zu tun? Und wie soll man sich verhalten? Ein Debattenbeitrag
von Thembi Wolf vom 21.07.2022
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 Gehört eine Buddha-Büste in die Sauna? Praktizierende Buddhistinnen würden das wohl nicht tun. (Foto: istockphoto/megakunstfoto)
Gehört eine Buddha-Büste in die Sauna? Praktizierende Buddhistinnen würden das wohl nicht tun. (Foto: istockphoto/megakunstfoto)

In diesen warmen Sommertagen bietet sich zur Erfrischung ein Gurkensalat an. Und es gibt nur eine gute Art, ihn zuzubereiten: Die Gurke grob zerteilt, mit einer schweren Pfanne zerquetscht, schmale Chilistreifen darauf, etwas Sojasoße, Ingwer und Knoblauch. Der »Smashed Cucumber Salad« ist nicht besonders kompliziert und kein Geheimrezept. Und trotzdem tobt ein erbitterter Krieg darüber, wem er gehört. Erstmals zubereitet wurde er vermutlich im chinesischen Sichuan. Das amerikanische Rezeptemagazin Bon Appétit aber nahm den Salat ins Heft, ohne die kulturelle Herkunft zu erwähnen.

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