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Psychologie und Aktivismus
Das kleine Ich und die großen Krisen der Welt

Ein einzelner Mensch kann Großes bewegen. Doch die meisten wursteln sich angesichts von Klimakrise und Elend zwischen Engagement und Resignation durchs Leben. Psychologen erklären, warum es auf sie ankommt. Und wie wir einander helfen können, nicht zu verzweifeln
von Anne Strotmann vom 02.02.2022
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Uff: Die Welt zum Besseren bewegen zu wollen, kann anstrengend sein. Psychologen erklären, wie wir den Mut nicht verlieren (Foto: Getty Images/iStockphoto/claylib)
Uff: Die Welt zum Besseren bewegen zu wollen, kann anstrengend sein. Psychologen erklären, wie wir den Mut nicht verlieren (Foto: Getty Images/iStockphoto/claylib)

Von all den Leserbriefen, die in der Publik-Forum-Redaktion eintreffen, ist mir über die Jahre einer besonders in Erinnerung geblieben. Es schrieb ein langjähriger Leser, er müsse die Zeitschrift nun abbestellen. Nicht, weil er die Artikel nicht schätzen würde, im Gegenteil, der Schritt falle ihm sehr schwer, sondern weil er sich angesichts all der darin aufgezeigten Missstände in der Welt hilflos und ungenügend fühlte. Aus seinem Brief las ich, dass er auf nachhaltigen Konsum achtete, dass er sich engagierte – garantiert mehr als der Durchschnittsmensch. Aber, schrieb er, das sei offenbar nicht genug, denn die Artikel zeigten: Man könne, ja, müsse doch noch viel mehr tun. Das halte er nicht mehr aus.

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