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Edvard Munch und die Angst
Der Angst ins Gesicht sehen

Sie gilt als das Gefühl unserer Zeit. Dabei hat die Angst immer schon Kunstschaffende inspiriert. Edvard Munch hat mit »Der Schrei« das Sinnbild für die Angst schlechthin geschaffen. Was können wir von der Kunst lernen, wenn wir den Halt verlieren?
von Anne Strotmann vom 23.10.2025
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Edvard Munchs berühmtestes Bild ist »Der Schrei«. Er hat dieses Motiv zwischen 1893 und 1910 in verschiedenen Variationen gemalt. In seinem Tagebuch schreibt er von einem Erlebnis existenzieller Angst, das ihn dazu inspiriert hat: »Ich fühlte, wie ein langer, unendlicher Schrei durch die Natur ging.« (Foto: Munch Museum)
Edvard Munchs berühmtestes Bild ist »Der Schrei«. Er hat dieses Motiv zwischen 1893 und 1910 in verschiedenen Variationen gemalt. In seinem Tagebuch schreibt er von einem Erlebnis existenzieller Angst, das ihn dazu inspiriert hat: »Ich fühlte, wie ein langer, unendlicher Schrei durch die Natur ging.« (Foto: Munch Museum)
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Kaum ein Kunstwerk sitzt so tief im kulturellen Gedächtnis wie Edvard Munchs »Der Schrei«: Eine Figur mit aufgerissenen Augen am Abgrund der Welt, Verkörperung purer Panik. In sein Tagebuch notierte der norwegische Künstler, was ihn inspiriert hatte: »Ich ging mit zwei Freunden die Straße entlang – die Sonne ging unter – ich fühlte einen Hauch von Wehmut. Der Himmel färbte sich plötzlich blutig rot – ich blieb stehen, lehnte mich todmüde gegen einen Zaun – sah die flammenden Wolken wie Blut und Schwerter – den blauschwarzen Fjord und die Stadt. Meine Freunde gingen weiter – ich stand da, zitternd vor Angst und ich fühlte, wie ein langer, unendlicher Schrei durch die Natur ging.«

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