In diesem Kindergarten drucken Kinder ihre Bücher selbst
Gerda und Loren stehen in Kitteln an einem Tisch und haben Lust auf Rot. Beherzt greift Gerda eine Flasche mit Plaka-Farbe und drückt mit beiden Händen einen ordentlichen Batzen heraus. Nun tauchen beide die Pinsel ein und malen um die Wette: ein Gesicht, einen Lachmund, Kulleraugen. Dann aber unterscheiden sich ihre Bilder zunehmend voneinander. Auf Gerdas Blatt feiern bald Pusteblumen eine Party, wie sie erzählt, Loren malt ihrem Gesicht einen Schmetterling auf den Kopf. Vielleicht werden Gerda und Loren aus ihren Bildern sogar ein kleines Buch machen, das dann zu kaufen sein wird. Die beiden gehen nämlich in den Buchkindergarten in Leipzig, der vor sechs Jahren aus dem Verein »Buchkinder Leipzig e. V.« entstand und bislang der einzige seiner Art in Deutschland ist. Geschäftsführer Sven Riemer beschreibt das Konzept als Liebeserklärung an den kindlichen Geist. »Der Grundstein ist die liebevolle Hinwendung zum Kind: Wir sind interessiert an dir, an dem, was du mitbringst, und an dem, was du ausdrücken möchtest.«
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