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Die Boten des verlorenen Himmels

Im selben Maß, wie der Glaube an Gott schwindet, wächst auf dem religiösen Markt die Nachfrage nach Engeln. Theologen sprechen bereits von einer »neuen Engelreligion«. Woher kommt der Boom der himmlischen Wesen?
von Eva-Maria Lerch vom 20.12.2018
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Engel im Licht: Die christliche Religion mit Dogmen, Priestern und Regeln ist vielen zu schwierig und unpersönlich, Engel, so kitschig sie manchmal daherkommen, sind dagegen immer offen für Bitten um Hilfe (Foto: shutterstock)
Engel im Licht: Die christliche Religion mit Dogmen, Priestern und Regeln ist vielen zu schwierig und unpersönlich, Engel, so kitschig sie manchmal daherkommen, sind dagegen immer offen für Bitten um Hilfe (Foto: shutterstock)

Das Heer der Engel steht heute in der Buchhandlung. Da besetzen die kleinen Himmelsboten oft eine eigene Nische, sie blasen auf der Flöte, zupfen die Harfe, halten Kerzen und überdimensionale Herzen. Es gibt Engel aus Ton und Papier, aus Bronze, Holz, Glas, Wachs und Seife. Man kann sie als Deko ins Fenster stellen, als Plakette ins Auto kleben und als Talisman um den Hals hängen. Und hinter der Engelschar wartet das Regal mit der passenden Literatur: Der Bestseller »50 Engel für das Jahr« des Benediktiners Anselm Grün, der »Schutzengelkalender für jeden Tag« oder der esoterische Ratgeber »Die Weisheit der Engel für schwierige Zeiten« von Lorna Byrne. Auch draußen auf dem Weihnachtsmarkt beflügeln die Engel zahllose Stände. Und wer »Engel« im Internet googelt, kriegt gleich 2,4 Millionen Links angeboten.

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Schlagwörter: Engel Esoterik
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