Ein Jahr Auszeit für Europa
Der antike Türklopfer fällt lautstark gegen die Eingangstür. Es ist Montagabend, 18 Uhr, Rue du Noyer, mitten in Brüssel. Wer hier anklopft macht sich gefasst auf laute Musik, herumliegende Weinflaschen, Gelächter. Denn im Haus lebt eine internationale Studenten-WG, drei Männer und vier Frauen zwischen 24 und 32 Jahren. Sie kommen aus Italien und Polen, Spanien, Griechenland, Estland und der Türkei, und sie bilden den Vorstand des europäischen Studierendenforums AEGEE. Ein Haufen junger Leute unter einem Dach, das klingt nach Spaß, nach Erasmus-Feeling, nach Party. Doch in dem dreistöckigen Altbau herrscht – Stille.
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