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Satire
Ein Platz im »Superzug der Woche«!

Wenn Bahnfahren Glückssache werden soll – warum sollen dann Claus Weselsky und der Glücksspielverband nicht zusammenarbeiten? Wir sind auf einen brisanten Brief gestoßen.
vom 12.03.2024
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Claus Weselsky: Der ewige Streiker. (Zeichnung: Mester)
Claus Weselsky: Der ewige Streiker. (Zeichnung: Mester)

Sehr geehrter Herr Weselsky,

schön, dass Sie sich nun geeinigt haben. Trotzdem hoffe ich, dass Ihr Versprechen, wonach die Bahn von nun an »kein zuverlässiges Verkehrsmittel« mehr sei, weiterhin Bestand hat. Denn wenn Bahnfahren Glückssache ist, eröffnen sich ganz neue Möglichkeiten der Zusammenarbeit zwischen Ihrer Gewerkschaft und dem Verband der deutschen Glücksspielindustrie, den ich vertrete. Und wir wissen ja: nach dem Streik ist vor der Welle. Gerne würde ich Ihnen deshalb folgenden Vorschlag für den nächsten Arbeitskampf unterbreiten: Parallel zur Ziehung der Lottozahlen werden am Samstagabend die Streiktage für die nächste Woche ausgelost. Sie haben maximale Flexibilität: 1 aus 7 oder 6 aus 7 – ganz, wie Sie wollen. Ich verstehe, dass Ihnen eine solch frühe Ankündigung nicht passt. Aber bedenken Sie die Vorteile: Sie könnten jede Woche zur besten Sendezeit eine Ansprache an die »Nieten in Nadelstreifen« vom Bahntower richten, ein »BahnWort zum Sonntag«. Zudem verbessern Sie das schlechte Image der Wellenstreiks.

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Schlagwörter: Bahn Gewerkschaft Satire
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